Wir umsorgen.
Als Dekubitus-Spezialist.

Wundliegen muss nicht sein. In 95 Prozent der Fälle ließe sich Dekubitus vermeiden, wenn die richtigen Menschen zur richtigen Zeit das Richtige tun. Wir sind diese Menschen.

Carenetic ist mehr als ein Hilfsmittellieferant. Wir verstehen, worum es wirklich geht. Um Menschen, die Unterstützung brauchen. Um Angehörige, die sich überfordert fühlen. Um Fachkräfte, die unter Druck arbeiten. Um eine Versorgung, die nicht Schema F folgt, sondern individuell passt. Wir kommen zu Ihnen. Wir schauen hin. Wir hören zu. Wir nehmen uns Zeit und bleiben an Ihrer Seite.

Bogen
Pflegende Angehörige steht lächelnd neben einem älteren Mann im Rollstuhl

Wir stehen für

Vertrauen,
Verlässlichkeit,
Menschlichkeit.

Wir umsorgen mit

Wir umsorgen.

Dekubitus-Prävention beginnt nicht mit einer Matratze – sie beginnt mit dem genauen Hinsehen. Wir analysieren Ihre individuelle Situation und das gesamte Pflegeumfeld, beraten Sie umfassend und stellen sicher, dass die Versorgung zu Ihnen passt.

Von Antidekubitus-Hilfsmitteln über Pflegebetten bis zur Wundversorgung: Wir bleiben an Ihrer Seite, passen die Maßnahmen an und reagieren schnell, wenn sich etwas ändert. Denn echte Fürsorge bedeutet mehr als nur Produkte liefern.

Mehr erfahren im Dekubitus Ratgeber

Wissen schützt. In unserem Dekubitus Ratgeber finden Sie fundierte Informationen, die Ihnen Sicherheit geben – ob Sie Angehöriger, Patient oder Pflegefachkraft sind. Wir erklären, wie Dekubitus entsteht, welche Warnsignale Sie ernst nehmen sollten und welche präventiven Maßnahmen wirklich helfen. Praxisnah, verständlich und auf dem neuesten Stand der Wissenschaft.

Carenetic Mitarbeiterinnen stellen in einer Schulung Antidekubitus-Sitzkissen und Wechseldruckauflagen vor

Ein Team mit Mission

Wir sind mehr als ein Hilfsmittellieferant.

Als Team aus examinierten Pflegefachkräften und wissenschaftlichen Experten wissen wir: Dekubitus muss nicht sein. Wundliegen ist kein Schicksal. Unendlich viel Leid kann vermieden werden, wenn Menschen die Versorgung bekommen, die sie wirklich brauchen. Wir sorgen dafür – mit Fachkompetenz, Hartnäckigkeit und Zuwendung.

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Arbeit, die wirklich was bewegt

Sie haben sich für einen Beruf entschieden, den Sie aus Überzeugung ausüben.

Weil Sie Menschen helfen wollen. Weil die Gewissheit, jeden Tag ein Leben verbessert zu haben, Ihnen wichtig ist. Bei uns finden Sie ein Team, das genauso tickt, ein Fachgebiet, das wirklich einen Unterschied macht und eine Bezahlung, die Ihren Einsatz würdigt.

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Carenetic Mitarbeiterin bereitet im Lager eine Antidekubitus-Matratze für die Auslieferung vor

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Dekubitus?

Ein Dekubitus, auch Wundliegen oder Druckgeschwür genannt, ist eine örtlich begrenzte Schädigung der Haut und oft auch des darunterliegenden Gewebes.

Er entsteht meist dort, wo Knochen dicht unter der Haut liegen, wenn über längere Zeit Druck einwirkt. Häufig kommen Scherkräfte hinzu.

Wie entsteht ein Dekubitus?

Die wichtigste Ursache ist Unbeweglichkeit. Je länger ein Mensch in derselben Position sitzt oder liegt, desto höher das Risiko. Normalerweise bewegen wir uns unbewusst ständig. Schon kleine Bewegungen schützen die Haut. Fehlen sie, kann ein Dekubitus entstehen.

Ausgelöst wird er durch anhaltenden Druck auf das Gewebe. Dabei werden Blutgefäße zusammengedrückt, sodass Haut und darunterliegendes Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden und Schaden nehmen.

Ein Dekubitus kann innerhalb kürzester Zeit entstehen oder sich über längere Zeit entwickeln. Wie schnell, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Dauer und Intensität des Drucks auf die Haut
  • Mobilität des Patienten
  • Fähigkeitsstörungen
  • Erkrankungen und Allgemeinzustand
  • Hautzustand
  • Pflegerisches Umfeld

Scherkräfte und Reibung spielen zusätzlich eine wichtige Rolle, etwa wenn Patienten im Bett rutschen oder unsachgemäß gezogen werden. Die Haut bleibt an der Matratze haften, während das tieferliegende Gewebe sich an den Knochen schert. Blutgefäße werden dabei gedehnt, abgeknickt oder zerstört.

  • Scherkräfte: Gewebeschichten verschieben sich gegeneinander, Blutgefäße werden gedehnt, abgeknickt und zerstört.
  • Reibung: Die Haut wird über die Unterlage gezogen und oberflächlich geschädigt. Das schwächt ihre Schutzfunktion und macht sie anfälliger für Druckschäden.
Wie erkennen Sie Wundliegen (Dekubitus)?

Wundliegen erkennen Sie frühzeitig, wenn Sie die Haut regelmäßig am ganzen Körper kontrollieren, am besten bei der täglichen Körperpflege oder beim Ankleiden. Eine tägliche Hautbeobachtung ist entscheidend.

Achten Sie besonders auf:

  • Rötungen
  • Druckstellen
  • Wunden oder Hautveränderungen

Besonders gefährdet sind Körperstellen, an denen Knochen nah unter der Haut liegen:

  • Kreuzbein
  • Fersen
  • Sitzbeinhöcker
  • Hüftknochen
  • Wirbelsäule
  • Schulterblätter
  • Hinterkopf
  • Knieinnenseiten
  • Fußknöchel

Der Fingertest

Wenn Sie eine Rötung feststellen, hilft der Fingertest, sie besser einzuschätzen. Wichtig: nicht bei offenen Wunden anwenden.

So gehen Sie vor:

  • Lagern Sie die Person bequem, die betroffene Stelle sollte gut sichtbar und ausreichend beleuchtet sein.
  • Drücken Sie mit einem Finger kurz (ca. 1 Sekunde) auf die gerötete Stelle.
  • Nehmen Sie den Finger wieder weg und beobachten Sie die Haut.

Das Ergebnis:

  • Wird die Haut beim Drücken weiß und danach wieder rot, ist die Durchblutung noch vorhanden.
  • Bleibt die Stelle rot und wird nicht weiß, kann das ein Hinweis auf einen beginnenden Dekubitus sein.
Welche Menschen sind besonders gefährdet?

Grundsätzlich kann jeder Mensch einen Dekubitus entwickeln. Bestimmte Personengruppen haben jedoch ein deutlich höheres Risiko.

Besonders gefährdet sind:

  • Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit: etwa durch Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Bettlägerigkeit. Sie können ihre Position nicht selbstständig oder nicht oft genug verändern.
  • Menschen mit häufig feuchter Haut: Feuchtigkeit durch Urin oder Schweiß weicht die Haut auf und macht sie anfälliger. Zusammen mit eingeschränkter Bewegung steigt das Risiko zusätzlich.
  • Menschen mit eingeschränkter Wahrnehmung: etwa bei Querschnittslähmung. Sie spüren Druck oder Schmerz oft nicht ausreichend und verändern ihre Position deshalb nicht.

Dazu gehören auch:

  • Menschen nach einem Schlaganfall, die ihre gelähmte Körperseite nicht richtig wahrnehmen
  • Menschen mit Diabetes, die besonders an den Füßen ein vermindertes Schmerzempfinden haben können
  • Menschen, die starke Schmerzmittel einnehmen, da diese die Wahrnehmung von Druck und Schmerz reduzieren

Wichtig zu wissen

Je mehr dieser Faktoren zusammenkommen, desto höher die Gefahr. Regelmäßige Hautkontrollen und vorbeugende Maßnahmen sind deshalb besonders wichtig.

Was hilft

Vorbeugung und Behandlung gelingen am besten, wenn mehrere Maßnahmen ineinandergreifen:

  • Mobilisierung und Bewegungsförderung
  • Bedarfsgerechte Positionierung und Freilagerung
  • Hilfsmittel zur Druckverteilung, Druckentlastung, Freilagerung, Scherkraftreduzierung und Positionsunterstützung
  • Beratung und Schulung von Patienten und Pflegenden
Warum ist eine Beratung vor Ort so wichtig?

Um das Dekubitusrisiko eines Patienten einzuschätzen und die richtigen vorbeugenden Maßnahmen zu treffen, müssen wir den Patienten und sein pflegerisches Umfeld vor Ort sehen.

Verlassen Sie sich nie auf pauschale Aussagen aus einer telefonischen Befragung. Erst nach einer kompetenten, individuellen Beratung und Bedarfsanalyse vor Ort lassen sich die richtigen Hilfsmittel auswählen. Jeder Patient hat eine eigene Krankheits- und Pflegesituation, die unterschiedliche Maßnahmen erfordert.

Was vor Ort geklärt wird

  • Wie weit kann sich der Patient noch selbst bewegen?
  • Kann er eine druckentlastende Position selbstständig einnehmen und halten?
  • Wie groß ist der Bedarf an Fremdhilfe?
  • Wie sehen Liege- und Schlafsituation aus?

Achten Sie auf die Qualifikation

Nur eine examinierte Pflegefachkraft kann die krankheitsbedingten Fähigkeitsstörungen, die Mobilitäts- und Risikosituation sowie das Pflegeumfeld in einer Gesamtanalyse beurteilen. Und erst diese Analyse ist die Grundlage für die Wahl des richtigen Produkts.

Sind Sie sich bei der Beratungsqualität unsicher, nehmen Sie das Hilfsmittel nur unter Vorbehalt an. Ein ungeeignetes Hilfsmittel kann zu Nebenwirkungen und Folgeschäden führen.

Welche Hilfsmittel gegen Dekubitus gibt es?

Zur Unterstützung der Dekubitusvorbeugung gibt es viele sinnvolle Hilfsmittel. Sie lassen sich in drei Gruppen einteilen:

  • Druckentlastende oder druckverteilende Hilfsmittel, zum Beispiel Antidekubitus-Matratzen und -Sitzkissen
  • Lagerungs- und Positionierungshilfsmittel, zum Beispiel Seitenlagerungskissen, Freilagerungskissen, Fersenschutz, Lagerungskeile
  • Mobilisations- und Transferhilfen, zum Beispiel Gleitmatten, Transferbretter, Patientenlifter, Antirutschmatten

Welche Hilfsmittel für Ihren Angehörigen tatsächlich geeignet sind, zeigt erst eine professionelle, individuelle Betrachtung von Mobilität, Krankheitsbild, Dekubitusrisiko und pflegerischen Umständen.

Sind Herstellerangaben zum Einsatz von Matratzen nach Dekubitusgraden zuverlässig?

Hersteller werben häufig damit, dass ihre Produkte für bestimmte Dekubitusgrade geeignet seien. Diese Angaben sollten Sie kritisch betrachten.

Eine allgemein gültige, wissenschaftlich eindeutige Zuordnung von Matratzen zu bestimmten Dekubitusgraden ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht möglich. Die Wirksamkeit eines Hilfsmittels hängt immer von der individuellen Situation des Patienten ab.

Maßgeblich sind Faktoren wie:

  • Körpergewicht
  • Mobilität
  • Hautzustand
  • Lagerungssituation
  • Begleiterkrankungen

Auch die druckentlastenden Eigenschaften eines Hilfsmittels fallen je nach Anwendung und Patient sehr unterschiedlich aus.

Deshalb gilt: Die Auswahl einer Matratze sollte nicht allein anhand eines Dekubitusgrades erfolgen, sondern immer auf Basis einer individuellen Einschätzung vor Ort.

Wie erhalte ich Antidekubitus-Hilfsmittel und was gilt es zu beachten?

Der Weg zum Hilfsmittel läuft in drei Schritten:

  • Der behandelnde Arzt stellt ein Rezept mit dem erforderlichen Hilfsmittel aus.
  • Ein Hilfsmittelanbieter mit Vertrag bei Ihrer Krankenkasse reicht dort ein Kostenangebot mit Bedarfsdokumentation ein.
  • Die Krankenkasse erteilt die Kostengenehmigung.

Wichtig: Vor dem Einreichen des Kostenangebots muss der Hilfsmittelanbieter eine Bedarfsermittlung beim Patienten vor Ort durchführen.

Bei hohem Dekubitusrisiko oder bereits festgestelltem Hautdefekt sind druckentlastende Hilfsmittel, insbesondere eine Antidekubitus-Matratze, sofort einzusetzen. Wegen der Dringlichkeit stellen einige Krankenkassen schon 24 Stunden nach Kostengenehmigung eine druckreduzierende Matratze bereit.

Sollten Sie nach Ausstellung des Rezeptes mehrere Tage warten oder eine Ablehnung erhalten, weisen Sie Ihre Krankenkasse eindringlich auf die ärztliche Anordnung und die Pflicht zur Versorgung hin.

Muss der Patient auf einem Antidekubitus-Lagerungssystem gelagert werden?

Es gehört zu den häufigsten Irrtümern, dass ein Patient auf einer Antidekubitus-Matratze nicht mehr gelagert werden muss.

Grundsätzlich gilt: Ja.

Bei stark eingeschränkter Bewegungsfähigkeit und fehlender Möglichkeit zur selbstständigen Lageveränderung müssen gefährdete Körperstellen weiterhin regelmäßig entlastet werden.

Antidekubitus-Matratzen reduzieren den Druck auf die Haut und verbessern die Druckverteilung. Sie können Lagerungsintervalle deutlich verlängern und Pflegende entlasten. Die manuelle Umpositionierung ersetzen sie aber nicht vollständig.

Das heißt: Auch mit Hilfsmitteln sind zusätzliche Maßnahmen nötig. Eine alleinige Versorgung, etwa durch wenige tägliche Einsätze eines Pflegedienstes, reicht in der Regel nicht aus, um die Haut kontinuierlich zu entlasten.

Welche Positionierungsmaßnahmen im Einzelfall sinnvoll und möglich sind, stimmen Sie immer mit Arzt und Pflegefachpersonal ab, besonders bei krankheitsbedingten Einschränkungen.

Wichtig zu wissen

Dekubitusprävention und -therapie bestehen immer aus einem individuellen Maßnahmenbündel. Hilfsmittel verbessern die Situation deutlich und erleichtern die Pflege, ersetzen die notwendige Positionierung aber nicht vollständig.

In welchen Abständen sollte umpositioniert werden?

Lagerungs- und Positionierungsintervalle richten sich nach dem individuellen Bedarf des Patienten. Einen festen Rhythmus, der für alle gilt, gibt es nicht. Die Intervalle müssen an den Zustand des Patienten und das verwendete Hilfsmittel angepasst werden.

Häufig wird ein Richtwert von etwa zwei Stunden genannt. Das entspringt jedoch einem Mythos. Moderne Antidekubitus-Matratzen können längere Intervalle ermöglichen. Entscheidend ist die regelmäßige Hautkontrolle, nicht die Uhrzeit.

Zum Ursprung der „2-Stunden-Regel"

Die Praxis, bettlägerige Patienten in festen Abständen umzulagern, wird oft auf Florence Nightingale zurückgeführt. Heute wird diese Herleitung differenzierter betrachtet.

Während ihrer Arbeit im Krimkrieg organisierte Nightingale die Pflege so, dass alle Verwundeten regelmäßig versorgt, gewaschen und umgelagert wurden. Der Rhythmus von etwa zwei Stunden ergab sich vor allem aus organisatorischen Abläufen und praktischen Notwendigkeiten, nicht aus einer wissenschaftlich belegten Vorgabe.

Wie erfolgt die Positionierung bei Patienten mit Dekubitus an mehreren Körperstellen?

Manche Patienten haben gleichzeitig Druckstellen am Kreuzbein, an beiden Gesäßhälften und an den Hüften. Dann muss die Positionierung individuell angepasst werden. Das Ziel: keine betroffene Stelle dauerhaft belasten.

Häufig sind Kombinationen aus Seitenlagerung, Mikrolagerung und Freilagerung sinnvoll. Eine Standardlösung gibt es nicht, jeder Fall ist anders. Spezielle Matratzen wie automatische Seitenlagerungssysteme können die Therapie in solchen Situationen sehr gut unterstützen.

Was tun, wenn trotz Hilfsmitteln und Wundversorgung keine Besserung eintritt?

Tritt trotz Hilfsmitteln und Wundversorgung keine Besserung ein, sollte die Versorgung erneut überprüft werden.

Der Dienstleister beurteilt die Situation dazu vor Ort fachgerecht neu. Dabei werden die individuellen Bedürfnisse, Risiken und Einschränkungen des Patienten erneut berücksichtigt und die bestehenden Maßnahmen und Hilfsmittel angepasst.

Bitten Sie den Hilfsmittelanbieter um einen erneuten Termin vor Ort, möglichst gemeinsam mit dem Pflegedienst. So lässt sich die Versorgung abstimmen und ganzheitlich überprüfen.

Wichtig zu wissen

Eine ausbleibende Besserung kann verschiedene Ursachen haben. Deshalb ist eine erneute, umfassende Bewertung der Gesamtsituation erforderlich.

Kann ich Hilfsmittel zurückgeben, wenn ich sie nicht vertrage oder sie mir nicht helfen?

Ja. Lassen Sie sich vom Lieferanten in jedem Fall einen kostenlosen Austausch zusichern, falls Sie ein Hilfsmittel nicht vertragen oder sich trotz Versorgung ein Dekubitus entwickelt.

Gibt es medizinische Leitlinien zum Thema Dekubitus?

Ja. Der „Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege" des DNQP ist ein international anerkanntes Werk zum Thema. Im Zweifel wird er auch vor Gericht als erste Expertenmeinung herangezogen.

Welche Hautpflege wird bei Dekubitusrisiko empfohlen?

Die Haut älterer, pflegebedürftiger Menschen kann ihre Schutzfunktionen oft nicht mehr optimal erfüllen. Trockene Haut, Risse und Juckreiz sind häufige Folgen. Kommen dann Reibungs- und Scherkräfte hinzu, entstehen sehr leicht Hautdefekte.

Das pflegt und schützt:

  • Cremes und Lotionen mit feuchtigkeitsspendenden Aminosäuren, die die Haut vor dem Austrocknen bewahren
  • Ungesättigte Fettsäuren, die den Stoffwechsel anregen und vor Entzündungen schützen
  • Bei Inkontinenz ein besonderer Schutz des Intimbereichs

Worauf Sie achten sollten:

  • Wählen Sie ein „W/O"-Produkt (Wasser in Öl), kein „O/W"-Produkt (Öl in Wasser).
  • Reinigen Sie mit rückfettenden, waschaktiven Substanzen mit neutralem pH-Wert bis 5,5.
  • Tupfen Sie die Haut nur trocken, rubbeln Sie sie nicht.
  • Von Massagen gefährdeter Hautpartien ist dringend abzuraten.
Können auf einer Antidekubitus-Matratze Laken und Inkontinenzauflagen verwendet werden?

Laken sind auf einer Antidekubitus-Matratze nicht nur möglich, sondern ausdrücklich sinnvoll. Liegen Patienten direkt auf dem PU-Bezug, kann das zu vermehrtem Schwitzen führen, denn das Material nimmt kaum Feuchtigkeit auf. Die Haut bleibt feucht, weicht schneller auf und wird anfälliger. Das erhöht das Dekubitusrisiko. Ein geeignetes Laken nimmt Schweiß auf, verbessert das Hautklima und sorgt für mehr Komfort.

Wichtig ist die richtige Auswahl:

  • Dünne, atmungsaktive Spannbettlaken ohne Falten, damit die Druckverteilung der Matratze erhalten bleibt
  • Inkontinenzauflagen nur luftdurchlässig und möglichst dünn, um Feuchtigkeit nicht zu stauen

Zu viele Schichten oder dichte Materialien können die Wirkung der Matratze deutlich verschlechtern. Entscheidend ist daher: so viel Schutz wie nötig, so wenig Material wie möglich zwischen Patient und Matratze.

Wie lässt sich ein Dekubitus bei Rollstuhlfahrern vorbeugen?

Wichtig ist die regelmäßige Druckentlastung, etwa durch Aufstützen oder Gewichtsverlagerung. Positionswechsel im Rollstuhl sollten möglichst häufig erfolgen.

Antidekubitus-Sitzkissen sind ein zentraler Bestandteil der Vorbeugung. Welches Kissen geeignet ist, hängt unter anderem ab von:

  • der täglichen Sitzdauer
  • dem Körpergewicht
  • der Fähigkeit zum eigenständigen Positionswechsel
  • der Wahrnehmung sensorischer Reize
  • der Sitzfläche

Kontrollieren Sie zusätzlich regelmäßig die Haut. Auch kleine, eigenständige Bewegungen spielen eine entscheidende Rolle.

Welche Maßnahmen helfen, einen Fersendekubitus zu verhindern?

Die Fersen sollten vollständig druckfrei gelagert werden, sodass sie frei schweben. Am sichersten und komfortabelsten gelingt das mit einem speziellen Schuh zur Fersenfreilagerung, der durch echte Freilagerung eine vollständige Entlastung erreicht.

Direkten Druck auf die Ferse sollten Sie konsequent vermeiden. Ringkissen sind ungeeignet und können den Druck sogar erhöhen. Wichtig sind außerdem regelmäßige Hautkontrollen.

Wer trägt die Verantwortung bei der Entstehung eines Dekubitus?

Die Verantwortung verteilt sich auf mehrere Beteiligte:

  • Pflegekräfte sind für die fachgerechte Durchführung der Maßnahmen zuständig.
  • Ärzte verantworten medizinische Entscheidungen und Verordnungen.
  • Hilfsmittelanbieter müssen geeignete Produkte bereitstellen.

Ein Dekubitus bedeutet nicht automatisch, dass ein Fehler passiert ist. Entscheidend ist, ob leitliniengerecht gehandelt wurde. Abgesehen von pflegerischen Grenzfällen, in denen man ihn bewusst in Kauf nimmt, etwa in akuten palliativen Lebenssituationen, lässt sich ein Dekubitus grundsätzlich verhindern. Er gilt in 95 Prozent aller Fälle als vermeidbar.

Welche Rolle spielt Bewegungsförderung in der Dekubitusprophylaxe?

Bewegungsförderung ist der wichtigste Ansatz, um Wundliegen vorzubeugen. Sie verbessert die Durchblutung, unterstützt den Kreislauf und hilft, die Beweglichkeit zu erhalten.

Welche Bewegungen sinnvoll sind, hängt immer von der individuellen Situation und den Fähigkeiten des Patienten ab. Klären Sie deshalb gemeinsam mit Pflegedienst, Arzt oder Physiotherapie, welche Bewegungen möglich sind und wo Unterstützung nötig ist.

Schon kleine eigenständige Lageveränderungen, im Bett oder im Sitzen, können das Risiko deutlich senken. Achten Sie darauf, sich beim Unterstützen nicht zu überlasten und nutzen Sie geeignete Hilfsmittel.

Ausführlichere Informationen zur Bewegungsförderung finden Sie in unserem Ratgeber.